Burgruine Windeck mit Bergfried in Weinheim

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Sehenswürdigkeit

Burgruine Windeck in Weinheim

Burgruine Windeck Weinheim: Adresse Alter Burgweg 2, Aufstieg zu Fuß in 30 Minuten, Bergfried mit 111 Stufen, Burgrestaurant mit Biergarten und Geschichte seit 1110.

Sehenswürdigkeiten in Weinheim Aktualisiert: September 2026 · Angaben ohne Gewähr
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Weinheim trägt nicht ohne Grund den Beinamen Zwei-Burgen-Stadt. Wenn du von der Bergstraße zur Stadt hinaufschaust, siehst du zwei Bauwerke über den Dächern thronen: die jüngere Wachenburg auf dem Wachenberg und, etwas tiefer am Schlossberg, die deutlich ältere Burg Windeck. Sie ist heute eine Ruine, aber eine besonders lebendige, denn ihr Bergfried steht weiterhin als Aussichtsturm offen und im Innenhof lockt eine Burgschänke. Wer Weinheim verstehen will, kommt an dieser Burg nicht vorbei.

Burgruine Windeck Weinheim auf einen Blick

InformationAngabe
AdresseBurgruine Windeck, Alter Burgweg 2, 69469 Weinheim, Baden Württemberg
LageSchlossberg (Burgberg) oberhalb des Schlossparks, rund 220 m über NN
Typmittelalterliche Höhenburg, erbaut als Schutzburg für den Besitz des Klosters Lorsch
BauzeitVorgängerbau um 1110, heutige Burganlage ab 1125 bis um 1130
Zerstörung1674 durch französische Truppen unter Turenne
EigentümerStadt Weinheim (seit 1978)
Bergfriedrund 28 m hoch, 111 Stufen, Aussichtsplattform
EinkehrBurgrestaurant mit Biergarten im Burghof
Entfernung zur Altstadtzu Fuß rund 30 Minuten vom Marktplatz
EintrittBurggelände frei zugänglich

Die Angaben stützen sich auf die Informationen der Stadt Weinheim und die einschlägige Burgenliteratur. Öffnungszeiten der Gastronomie und Veranstaltungen im Burghof ändern sich mit der Saison – dafür lohnt vor dem Besuch der Blick auf die Seite des Betreibers oder ein Anruf über die dort genannten Kontakt-Daten.

Was ist die Burgruine Windeck?

Die Burg Windeck ist die ältere der beiden Weinheimer Höhenburgen und liegt am Schlossberg auf rund 220 Metern Höhe, direkt oberhalb des Schlossparks. Erhalten sind heute vor allem der markante Bergfried, das Torhaus, Reste des ehemaligen Palas (also des Wohngebäudes) sowie Mauerzüge rund um den Innenhof. Auch Überbleibsel des Wohnturms aus dem 12. Jahrhundert lassen sich noch erkennen.

Anders als die Burgruine Wachenburg, die zwischen 1907 und 1928 vom Weinheimer Senioren-Convent neu errichtet wurde, ist die Windeck eine echte mittelalterliche Burg. Genau dieser Kontrast macht den Reiz der Zwei-Burgen-Stadt aus: hier die historische Ruine mit über 800 Jahren Geschichte, dort der neuromanische Bau des frühen 20. Jahrhunderts. Beide gehören zum Pflichtprogramm, wenn du dich für Weinheims Sehenswürdigkeiten interessierst.

Wie alt ist die Burg und wer hat sie gebaut?

Die Anfänge reichen weit zurück. Ein Vorgängerbau entstand um 1110, vermutlich um die Besitzungen des Klosters Lorsch in der Region zu schützen. Das Kloster Lorsch war im Mittelalter eine der mächtigsten geistlichen Institutionen am Oberrhein, und Weinheim selbst taucht bereits 755 erstmals im Lorscher Codex auf.

Die heutige Anlage wurde dann nach 1125 bis um 1130 errichtet. Damit gehört die Windeck zu den ältesten erhaltenen Bauzeugnissen der Stadt und steht am Beginn jener Stadtwerdung, die Weinheim im Mittelalter prägte. Wie sich die Anlage über die Jahrhunderte entwickelte, zeichnet unsere Seite zur Burg Windeck und ihrer Geschichte im Detail nach. Mehr zu den Eckpunkten der städtischen Entwicklung findest du auf unserer Seite zur Geschichte Weinheims.

Was ist mit der Burg passiert?

Burgen an der Bergstraße haben über die Jahrhunderte schwere Zeiten erlebt, und die Windeck bildet keine Ausnahme. Im Jahr 1674 wurde sie von französischen Truppen unter General Turenne geplündert und zerstört – die Franzosen zerstörten in diesen Kriegen zahlreiche Burgen zwischen Pfalz und Bergstraße. Seither ist sie Ruine. Was du heute siehst, ist also kein durchgehend bewohntes Schloss, sondern eine über die Jahrhunderte verfallene und teils gesicherte Anlage.

Seit 1978 gehört die Burg Windeck der Stadt Weinheim. Die Stadt ließ die Substanz sichern und in Teilen instand setzen, sodass die Ruine heute gefahrlos zugänglich ist und der Bergfried wieder bestiegen werden kann. Diese Eigentums- und Pflegegeschichte ist der Grund, warum die Burg trotz ihres hohen Alters so gut erlebbar bleibt.

Lohnt sich der Aufstieg auf den Bergfried?

Kurz gesagt: ja. Der Bergfried, also der zentrale Wehrturm der Burg, ist rund 28 Meter hoch und lässt sich über 111 Stufen besteigen. Oben angekommen, öffnet sich ein weiter Rundblick:

  • über die Altstadt von Weinheim mit ihren Fachwerkdächern,
  • hinüber zur höher gelegenen Wachenburg auf dem Wachenberg,
  • entlang der Badischen Bergstraße,
  • und hinaus in die weite Rheinebene Richtung Mannheim und Pfalz.

Der Aufstieg ist überschaubar, aber die Wendeltreppe im Turm ist eng und steil – für Ungeübte und bei Höhenangst eine kleine Herausforderung, festes Schuhwerk und etwas Trittsicherheit sind sinnvoll. Für Familien mit Kindern, Wandernde und alle, die einen lohnenden Aussichtspunkt ohne lange Tour suchen, ist die Windeck ein dankbares Ziel.

Kann man auf der Burg einkehren?

Im Innenhof der Burg befindet sich eine Burgschänke mit Restaurant und Biergarten. Bei schönem Wetter sitzen die Gäste hier unter altem Baumbestand mit Aussicht über die Stadt und bis ins Rheintal, Getränke und Speisen gibt es zum Verweilen nach dem Aufstieg, und die alte Mauer und das gewölbte Mauerwerk sorgen drinnen für Burg-Atmosphäre. Damit verbindet die Windeck Geschichte und Genuss an einem Ort, was sie zu einem beliebten Ausflugsziel macht.

Wichtig: Öffnungszeiten, Ruhetage und Angebot wechseln saisonal und können sich ändern. Plane deinen Besuch daher nicht ins Blaue, sondern prüfe die aktuellen Zeiten vorab direkt beim Betrieb. Wenn du nach weiteren Einkehrmöglichkeiten in der Stadt suchst, hilft dir unsere Übersicht zur Gastronomie in Weinheim weiter.

Wie komme ich zur Burg Windeck?

Die Burg liegt am Schlossberg oberhalb des Schlossparks, am östlichen Stadtrand Richtung Odenwald. Es gibt zwei klassische Wege hinauf:

  • Zu Fuß: Vom Stadtzentrum und Schlosspark führt ein Aufstieg in rund 30 Minuten zur Burg: Aus der Altstadt führen Fußwege und ein steilerer Pfad den Schlossberg hinauf bis zum Burgtor – in der Nähe des Schlossparks beginnt der bequemste Weg. Wer mit der Bahn anreist, startet am Hauptbahnhof und läuft durch die Fußgängerzone zur Altstadt; vom Bahnhof bis zur Burg sind es rund 40 bis 45 Minuten zu Fuß. Der Weg ist gut zu gehen und lässt sich schön mit einem Spaziergang durch den Schlosspark verbinden.
  • Mit dem Auto: Die Burg ist auch per Pkw erreichbar, allerdings sind die Parkmöglichkeiten am Berg begrenzt.

Mit Kindern lohnt der Grüffelo-Pfad: Seit 2022 führt ein rund 600 Meter langer Weg vom Schlossberg hinauf zur Windeck, gesäumt von Holzfiguren aus dem Kinderbuch – Maus, Fuchs, Eule, Schlange, Eichhörnchen, Grüffelokind und Grüffelo, geschnitzt aus Odenwälder Eiche. An jeder Station gibt es ein Rätsel.

Ein besonderer Tipp für Wanderfreunde: Von der Windeck führt ein Weg weiter hinauf zur Wachenburg. So lassen sich zwei Burgen an einem Tag verbinden, was eine der schönsten Halbtagestouren rund um Weinheim ergibt. Wie die jüngere Schwesterburg überhaupt entstand, kannst du auf unserer Seite zur Wachenburg und ihrer Entstehung nachlesen.

Praktische Tipps für deinen Besuch

  • Beste Zeit: An klaren Tagen mit guter Sicht ist die Fernsicht vom Bergfried am eindrucksvollsten. Der Spätsommer und Herbst, wenn auch der nahe Schlosspark und der Exotenwald in Farbe stehen, sind besonders reizvoll.
  • Kombiniere die Ziele: Plane Schlosspark, Burg Windeck und Wachenburg an einem Tag. Wer mag, verbindet den Burgenbesuch mit weiteren Outdoor-Aktivitäten in Weinheim.
  • Schuhwerk: Für Aufstieg und Bergfried-Treppe sind feste Schuhe ratsam.
  • Vorab prüfen: Verlasse dich bei Einkehr und Bergfried-Zugang nicht auf veraltete Angaben, sondern checke aktuelle Zeiten kurz vor dem Besuch.
  • Übernachten: Wenn du länger bleiben willst, findest du passende Häuser in unserer Auswahl der besten Hotels in Weinheim.

Die Burg Windeck ist mehr als nur ein altes Gemäuer. Sie erzählt von den Anfängen Weinheims im 12. Jahrhundert, bietet einen der schönsten Ausblicke der Region und verbindet das mit einer Einkehr im Burghof. Zusammen mit der Wachenburg bildet sie das Wahrzeichen, dem die Stadt ihren Beinamen verdankt. Einen guten Überblick über alles, was Weinheim ausmacht, bekommst du außerdem auf der Seite Weinheim auf einen Blick.

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Häufige Fragen

Rund um Burgruine Windeck in Weinheim

Wann wurde die Burg Windeck erbaut?

Ein Vorgängerbau entstand um 1110 zum Schutz der Besitzungen des Klosters Lorsch. Die heutige Anlage wurde nach 1125 bis um 1130 errichtet. Sie ist damit die ältere der beiden Weinheimer Burgen.

Kann man den Bergfried der Burg Windeck besteigen?

Ja. Der rund 28 Meter hohe Bergfried lässt sich über 111 Stufen als Aussichtsturm besteigen. Von oben hast du einen Blick über Weinheim, die Bergstraße, die Rheinebene und hinüber zur Wachenburg.

Gibt es auf der Burg Windeck ein Restaurant?

Ja, im Innenhof befindet sich die Burgschänke mit Restaurant und Biergarten. Öffnungszeiten und Angebot wechseln saisonal, prüfe sie daher bitte vor deinem Besuch direkt beim Betrieb.

Wie kommt man zur Burg Windeck?

Die Burg liegt am Schlossberg oberhalb des Schlossparks. Du erreichst sie mit dem Auto oder zu Fuß über einen rund 30-minütigen Aufstieg vom Stadtzentrum. Ein Weg führt von dort weiter zur Wachenburg.

Warum ist die Burg Windeck eine Ruine?

Die Burg wurde 1674 im Zuge der Kriege der Region von französischen Truppen unter Turenne geplündert und zerstört. Seit 1978 gehört sie der Stadt Weinheim, die sie sichern und teilweise instand setzen ließ.